Über Realismus – Kritik der Zukunft – Spezial


Manja Präkels – Annett Gröschner

Wem wollen wir vertrauen? Woran halten wir uns? Welcher Quelle, welcher Erzählung,

welcher Gruppe schenkst du dein Vertrauen, deine Stimme, deinen Glauben – oder ich? Gibt es

kein Wir? Verspricht die Realität, all diese Probleme zu lösen? Oder die Wahrheit? Oder die gut

gebaute Lüge?

Der Begriff des Realismus steht dabei weniger für Wirklichkeitsabbildung als für eine

normative Setzung: eine Vorstellung davon, wie die Welt ist – oder sein soll.

Ist Realismus vielleicht eine Ermahnung, wie die Welt besser laufen könnte? Sind Darstellungen

von Krieg und Gewalt realer als die Hoffnung auf eine bessere Welt? Wem gehört der

Realismus – und wohin kann er uns bringen?

In der Veranstaltungsreihe Über Realismus. Kritik der Zukunft – Spezial im Hedwig-Dohm-Haus

der Humboldt-Universität zu Berlin stellen sich die hellen Geister der Gegenwart die Frage,

welcher Realität und welcher Geschichte wir vertrauen wollen, insbesondere in Zeiten, in

denen politische, soziale und mediale Gewissheiten fragil geworden sind und wir die

Bodenhaltung verlieren.

Kurz: Wie wollen wir leben – mit wem und nach welchem Maßstab von Sittlichkeit?

In der ersten Live-Folge der Sendereihe Kritik der Zukunft, die von Lars Dreiucker in

Zusammenarbeit mit ALEX Offener Kanal Berlin, der IG HDH (Interessengemeinschaft

Hedwig-Dohm-Haus) und Zeitpfeil e.V. produziert wird, sind Manja Präkels und Annett

Gröschner zu Gast.

Im Zentrum des Gesprächs stehen literarische, politische und gesellschaftliche Perspektiven

auf Realismus als ästhetische wie moralische Kategorie der Gegenwart.







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